Sonntag, 27. Dezember 2020

Der Vorreiter - Agility

 Was ist Agility eigentlich?


- und was wird darüber gedacht und geschrieben

Heutzutage überschlagen sie die Schlagworte, eines was in den letzten Jahren versuchte in der Wirtschaft Fuss zu fassen, ist die Agilität oder Agility.

Wir tierischen Lebewesen sind Musterbeispiele für Agilität. Die meisten unserer Handlungen, Taten und Bewegungen sind davon geprägt. Ohne agiles Verhalten gäbe es zumindest die Menschen nicht.

Der Duden überschreibt den Begriff mit Gewandtheit, Vitalität und Wendigkeit. Wikipedia beschreibt Agilität als ein Merkmal des Managements einer Organisation, zumindest in der Schlagzeile. 

Der gute alte Brockhaus wird aus meiner Sicht konkreter. Er liefert die kurze Beschreibung 'flink, gewandt und regsam'. Die lateinische Herkunft gibt Rätsel auf: 'agilis - leicht zu führen, beweglich'

Fragt man Menschen auf der Strasse, wird man viele verschiedene Antworten bekommen. Wahrscheinlich das am meisten genannte Beispiel ist 'Agility' bei Hunden. Hier gibt es Kurse und Wettbewerbe, wo die Tiere über Balken balancieren, Leitern benutzen und weitere 'Kunststücke' vollbringen. Aber auch die Hunde gäbe es ohne die angeborene Agilität nicht. 

Menschen, die in grösseren Firmen beschäftigt sind, haben oft wieder ein anderes Bild, geprägt von deren Erfahrungen.

- und was ist es wirklich

Zunächst ein ganz normales Verhalten, als aufrecht gehende Zweibeiner sind wir Menschen besonders auf agile Fähigkeiten angewiesen. Gleichgewichtssinn gepaart mit einer schnellen Reaktion, erst möglich gemacht durch unsere komplexen Hüftgelenke, ermöglichen uns eine relativ schnelle Fortbewegung auf fast jedem festen Terrain. Die Schöpfung hat uns gut auf eine Vielzahl von möglichen Hindernissen vorbereitet. 

Den Rest macht ein agiler Geist, der uns ermöglicht, schnell und richtig auf Veränderungen aller Art zu reagieren und die richtigen Schritte zu unternehmen. Ein agiler Geist muss aber auch ein freier und beweglicher Geist sein, sonst funktioniert es kaum. Fazit, wir Menschen sind gelebte Agilität.

- und in der Wirtschaft

Im Jahre 2001 haben sich siebzehn Software Entwickler in einem Skihütte in Utah getroffen und an einem feucht fröhlichen Wochenende an dem sie das Agile Manifesto erarbeiteten. Es besteht im Wesentlichen aus den folgenden Grundsätzen: 

- Zwischenmenschliche Handlungen und Aktionen vor Prozessen und Tools

- Herstellung brauchbarer Software vor umfassender Dokumentation

- Zusammenarbeit mit Kunden vor Vertragsverhandlungen

- Reaktion auf Veränderungen anstatt stur einen Plan zu verfolgen.

Schlussendlich haben sie dort in der Einöde das Manifesto mit zwölf Prinzipien aufgestellt. Im nächsten Blogeintrag gehe ich näher darauf ein.


Für heute soll die Einsicht genügen, dass Agilität weder ein Hexenwerk noch Raketenwissenschaft ist.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch in ein aufweckendes Jahr 2021.

Euer DonRalph

Gott segne euch!

Dienstag, 22. Dezember 2020

Fortsetzung Analyse - Zusammenhang mit der Digitalisierung

 Fortgang Krise

Statt, wie es vernünftig und angebracht wäre, die bisher getroffenen Massnahmen zu beenden, hat sich die Regierung in der Schweiz dazu entschlossen, nochmals Einen drauf zu legen.

Heisst, ein Lockdown ähnlicher Zustand für die ganze Schweiz mit Schliessungen aller Restaurationsbetriebe (ausser den Betriebskantinen natürlich) und den meisten Ladengeschäften. Die lächerliche Maskenpflicht wurde auch verschärft. Was das mit der Digitalisierung zu tun hat, unten mehr.


Digitalisierung - so gehts


Schliessungen von Ladengeschäften und sonstigen Orten, wo sich Menschen begegenen könnten, sind Öl auf das Feuer der Digitalisierung. Die Medien berichten wieder vermehrt über das e-Voting, dem ich die nächste Ausgabe dieses Blogges widmen werde. Immer mehr sogenannte Online-Banken schiessen aus dem Boden, Kantone versuchen die Webauftritte der Gemeinden zu vereinheitlichen und dort werden Online Schalter für verschiedene Dienste erstellt und ausprobiert.

Läden sind nur ein unliebsames Hindernis, wo die Menschen sich treffen, mit Bargeld bezahlen und damit die lokale und heimische Wirtschaft fördern. Das Bestellen aller Arten von Waren bei Amazon ist von der vermeintlichen Oberschicht viel mehr fördernswert. Der eine oder andere lokale 'Online-Händler' wird auch noch akzeptiert, um den Bestellenden das Gefühl zu geben, die Wirtschaft in der Schweiz zu unterstützen. Das alles natürlich mit Kreditkarte, schön bargeldlos.

Wann es den Lebensmittel Einzelhandel erwischen wird, ist nur eine Frage der Zeit. Die Post und andere meist ausländischen Lieferdienste haben Hochkonjunktur, und dies nicht nur jetzt während der Weihnachtszeit. Ach ja, Weihnachten ist auch out, es wird nur noch von Happy Holidays oder von den Festtagen geschrieben.

So schliesst sich der Kreis mit meinem letzten Blogeintrag, die Krise heizt die Digitalisierung an. War unter Umständen auch der ursprüngliche Grund für die Implementierung des Viruses und den nachfolgenden Massnahmen in der westlichen Welt. In China, auf jeden Fall, geht bereits seit Monaten wieder die Post ab, wirtschaftlich und auch zwischenmenschlich. 

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Bis zum nächsten Blog wünsche ich Euch schöne und besinnliche Weihnachtstage, sitzt in fröhlicher Runde beisammen, kochte etwas feines und geniesst einen feinen Wein, aus Weihnacht wird die Weinnacht.

Euer DonRalph

Gott segne euch alle


Mittwoch, 16. Dezember 2020

Situation am 16.Dezember 2020 - eine Analyse warum es soweit kam

 Tierarten und Gattungen - satirische Analyse Teil I

Schaue ich in die jüngere Geschichte, stelle ich fest, dass sich Menschen schon seit längerer Zeit verschiedene Gattungen aufteilen, in eine bestimmende Minderheit und eine folgende Mehrheit.

Die ersten beiden Weltkriege wurden wider aller menschlichen Vernunft angezettelt, von der bestimmenden Minderheit begonnen und von der folgenden Mehrheit mit getragen. Die Hauptlast trugen schon immer die folgende Mehrheit, die ich im Folgenden als 'Schafe' bezeichnen werde. Dies im Wissen, dass ich den tierischen Vorbildern sicherlich Unrecht antue.

Die Gewinner solcher Intrigen, Scharmützel und Kriege ist die bestimmende Mehrheit, die ich der Einfachheit  halber im folgenden 'Wölfe' nennen werde. Auch hier ist mir bewusst, dass ich der genannten Tierart sicherlich Unrecht antun werde.

Macht oder Ohnmacht?

Geht und ging es also immer um den Kampf der Wölfe gegen die Schafe? So einfach mache ich es mir nicht. Es sind nicht eigentlich Kämpfe, sondern vielmehr nahezu gesetzmässige Prozesse. Kritiker könnten einwenden, dass es sich um das natürliche 'Gesetz des Stärkeren' handelt.

Ich wende ein, dass dies so nicht stimmen kann. Die Stärkeren sollten eigentlich die Schafe sein, ihre Mehrheit sollte erdrückend sein. Wie kann es sein, dass hunderte von Wölfe  Millionen von Schafen beherrschen können? Ein Grund ist die Beschaffenheit der Schafe, die weder über scharfe Krallen noch über eine starkes Gebiss verfügen, die Schafe haben eine Art Beisshemmung. Dazu kommt, dass die Schafe wissen, dass Wölfe stärker sind. Bedenken aber nicht, dass die schiere Masse immer gewinnen würde. Oder ist das der Unterschied zwischen Pflanzenfressern und Fleichgeniessern? 

Was auch immer, ich stelle fest, dass sich die Schafe einfach beherrschen lassen und sich dabei noch wohl fühlen.

Jetzt gibt es noch eine dritte Gattung, das sind die Schäfer oder Hirten. Sie kooperieren mit den Wölfen, werden auch von denen in Angst und Schrecken versetzt, aber nicht gefressen. Und sie sorgen dafür, dass die Schafe schön brav sind und immer in der Koppel bleiben.

Hirten oder Schäfer gibt es mehr als Wölfe, aber weniger als Schafe. Der einzige Unterschied zur Fauna ist, dass sich die menschlichen Schafe ihre Schäfer selber aussuchen und wählen.

Schafe sind nicht Schafe, auch innerhalb einer Herde gibt es mutigere und ängstlichere. Einige wagen es vor einem Wolf zu flüchten oder sich sogar zu stellen, während die Mehrheit der Schafe die Schlachtung schluchzend über sich ergehen lassen.

Ich höre euch schon fragen, was hat dieser Unsinn mit Digitalisierung zu tun? In der nächsten Folge stelle ich den Bezug dar, versprochen.

Stimmt ihr mit meiner ersten Einschätzung überein?

Ich freue mich über eure Kommentare, in der nächsten Folge geht meine Einschätzung oder Analyse weiter.

Bis dahin, euch allen eine Gute Zeit

euer DonRalph

Gott segne Euch

Mittwoch, 2. September 2020

Tiempo Loco II Digitalisierung in der C-Krise

 Die Videokonferenz

Über Homeoffice habe ich bereits am 30.März geschrieben. Der Inhalt stimmt soweit immer noch.

Was ich damals noch unterschätzte, sind die Video-Konferenzing Möglichkeiten. Viele Firmen haben schon vor der Krise auf verschiedene Anbieter gesetzt, vor ein paar Monaten ist vermehrt ZOOM ins Blickfeld gerückt, postiv als auch negativ.

Die Software lässt sich auf Windows Notebooks und PCs, auf iOS Produkten und Linux Maschinen laden und benutzen. Voraussetzung ist allerdings eine stabile Internetleitung mit mindestes 10MB/s.

Wichtig ist ein Zimmer oder zumindest eine Ecke, die ungestörtes Sprechen und zuhören erlaubt. Hintergrundgeräusche wie lärmende Haustiere oder schreiende Kinder sind zwar nett, aber in einer Videokonferenz alles andere als erwünscht.

Ausstattung

Normalerweise genügt die Ausstattung eines Notebooks völlig aus, die Kameras sind mittlerweile recht gut und auch die Mikrophone und Lautsprecher sind brauchbar.

Ich empfehle jedoch einen hochwertigen Kopfhörer mit Sprechgarnitur. Hiermit lassen sich auch unvermeidbare Hintergrundgeräusche relativ gut unterdrücken.

Verhalten in einer Videokonferenz

Wie in jeden Meeting mit den Teilnehmern vor Ort, ist die ungeteilte Aufmerksamkeit Gebot der Höflichkeit und macht eine solche Konferenzschaltung erst effizient und möglich. Daher gilt auch, Kamera einschalten wenn es die vorhandene Bandbreite erlaubt.

Falls das benutzte Tool die Teilnehmer nicht von sich aus auf Stumm (Mute) schaltet, tut dies bitte manuell und schaltet das Mikrophon nur ein, wenn ihr einen Beitrag leisten möchtet. 

Bei grösseren Teilnehmerzahlen empfiehlt es sich, dass der Moderator oder Meetingsleiter alle Teilnehmer auf stumm schaltet und einzelelne Teilnehmer nur auf ein Zeichen frei schaltet.

Generell sagt meine Erfahrung, dass Wortmeldungen oftmals mehr Mut brauchen als in Vorort Sitzungen.

Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass alle Meinungen gehört werden können. Hat der Moderator den Eindruck, dass sich Menschen nicht getrauen sich zu äussern , halte ich direktes Nachfragen bei der jeweiligen Person für angebracht.

Aufnehmen einer Videokonferenz

Diese Möglichkeit ist ein hervorragendes Mittel, um die Konferenz auch Mitarbeitern, die nicht teilnehmen konnten, später zur Verfügung zu stellen.

Wichtig ist allerdings, die Teilnehmer über die Aufnahme vorher zu informieren. Aus Datenschutzgründen kann es sein, dass der eine oder andere die Konferenz verlassen will. Im Zweifelsfall muss auf eine Aufnahme verzichtet werden.

Es ist zu berücksichtigen, dass es oftmals Tage dauern kann, bis die Aufnahme vom Tool bereit gestellt wird.

Protokoll oder minutes

In Vorort Sitzunges ist es üblich, dass ein Protokoll geschrieben wird. Meiner Erfahrung nach wird dies in Videokonferenzen auch getan, hier können helfen Chat- und Collaborationstools helfen. 

Collaborationstool

Whiteboards wie Mural sind excellente Werkzeuge, um Ideen und andere Formen des Inputs von den Teilnehmern zu erhalten, muss vorher allerdings geübt werden, damit das Meeting nicht zur Ausbildungssession verkommt.

Sicherheit

Firmen sollten sich auf Videokonferenz Anbieter konzentrieren, die Verschlüsselung anbieten. CISCO bietet mit WebEx ein sicheres Tool für den professionellen Einsatz an, dies allerdings nicht kostenfrei.

Fazit

Mit Disziplin, der geeigneten Software, genügender Bandbreite, einer ruhigen Umgebung für alle Teilnehmer, halte ich Videokonferenzen für einen excellenten Ersatz für Vorortmeetings. 

Datenschutz und Sicherheit sind  Aspekte, die je nach Zweck und Inhalt des Meetings, besonders beachtet werden sollten.

Für heikle Verhandungen und Personalgespräche hingegen halte ich Vorort Treffen immer noch für notwendig und angebracht.

Daher gilt immer noch, die extremen Verhaltens-und Abstandsregeln mit oder Maske so schnell wie möglich zu beenden um wieder in einen normalen, effizienten und vor allem menschlichen Betrieb zurück zu kehren.



Montag, 30. März 2020

Home-Office....aber richtig


Home-Office während Krisenzeiten                                                           


Seit der COVID-19 Krise ist Home-Office in aller Munde. Es wurden die meisten Geschäfte und Restaurants per Dekret geschlossen.
Über 75% der Arbeiter in der Schweiz sind im tertiären Sektor beschäftigt, im Bereich Dienstleistung also. Etwa 20& % arbeiten im Bereich Industrie während nur noch etwa 3% in der Landwirtschaft tätig sind.
Dienstleistung, der Sektor mit den meisten Beschäftigten, besteht aus Büroangestellten, Mitarbeitern in Handel und Gewerbe, dem Handwerk, dem Gesundheitswesen, Polizei und Feuerwehren.
Ein Teil dieser Menschengruppe ist seit zwei Wochen dazu angehalten, von zuhause zu arbeiten, also dem sogenannten Home-Office zu huldigen. Dies betrifft im Grunde nur die Büroangestellten in den genannten Bereichen.
Zehntausende befinden sich im Home-Office. Dieser Begriff suggeriert, dass sich viele Personen nun statt in ihrem Büro zuhause aufhalten und genau die gleiche Arbeit tun. Weit gefehlt.

Neuste Studien zeigen, dass 18% der Büroangestellten die gleiche Arbeit im Home-Office leisten. Der grosse Rest ist wegen technischer Limitationen und fehlendem Wissen nicht in der Lage, auch nur 50% der üblichen Effizienz an den Tag zu legen.

Dabei kann Home-Office eine wirklich gute Technik sein, um das tägliche Arbeitspensum einer Bürokraft ausserhalb eines Firmenbüros zu erledigen. Und zwar effizienter als dies in einem Büroumfeld möglich ist. Allerdings rät der Autor dennoch zu gelegentlichen Aufenthalten im Büro um mit Kollegen direkt zu kommunizieren und die sozialen Kontakte zu pflegen.

Was braucht es für ein effizientes Home-Office?

Als erstes die richtige Einstellung, die Arbeit wird genau gleich erledigt wie im Firmenbüro. Feste Zeiten sollten genau gleich auch zuhause eingehalten werden.

Es muss eine Arbeitsumgebung vorhanden sein, die Konzentration, Bequemlichkeit und Ruhe sicherstellen kann.

Unabdingbar ist die Verfügbarkeit von im Büro jederzeit zugänglichen Daten und Dokumenten. Hier ist eine Cloud Speicherung angebracht, die es mehreren Benutzern erlaubt, zeitverzögert darauf zu zugreifen und diese auch verändern zu können. Es gibt mehre kommerzielle Anbieter, die eine sichere Cloudspeicherung anbieten.

Hilfreich sind agile Arbeitswerkzeuge für die Kommunikation in Chat Form, die die Zusammenarbeit und Koordination von gemeinsam zu erledigenden Arbeiten sehr erleichtert. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Anbietern.

Empfehlenswert sind visuelle Boards, auf denen die aktuell in Arbeit befindlichen und zukünftige Aufgaben sichtbar gemacht werden. Solche Kanban Boards gibt es ebenfalls in einer grossen Vielzahl auf dem Markt.

Selbstverständlich ist das Vorhandensein von Telephon, firmeneigenen Notebook, schnellem Internet und VPN, vielleicht noch einem Drucker mit Scanner.

Fazit

Diese Aufzählung zeigt schon, dass es für die Einrichtung von Home-Office einer gehörigen Anzahl von Vorbereitungen bedarf. Idealerweise ist eine Firma bereits in Friedenszeiten mit diesen Tools unterwegs. Bei den allermeisten Firmen ist dies jedoch nicht der Fall.

Und genau dort, wo diese Einrichtungen nicht vollständig implementiert sind, ist Home-Office nur in Ausnahmefällen wirklich sinnvoll und effizient.
Ganz so einfach, wie es seit ein paar Wochen in den Medien dargestellt wird, ist das richtige Arbeiten von zuhause aus nicht. Und, nur die wenigsten halten dies auch über einen längeren Zeitraum durch.