Home-Office während Krisenzeiten
Seit der COVID-19 Krise ist Home-Office in aller
Munde. Es wurden die meisten Geschäfte und Restaurants per Dekret geschlossen.
Über 75% der Arbeiter in der Schweiz sind im
tertiären Sektor beschäftigt, im Bereich Dienstleistung also. Etwa 20& %
arbeiten im Bereich Industrie während nur noch etwa 3% in der Landwirtschaft
tätig sind.
Dienstleistung, der Sektor mit den meisten
Beschäftigten, besteht aus Büroangestellten, Mitarbeitern in Handel und
Gewerbe, dem Handwerk, dem Gesundheitswesen, Polizei und Feuerwehren.
Ein Teil dieser Menschengruppe ist seit zwei
Wochen dazu angehalten, von zuhause zu arbeiten, also dem sogenannten Home-Office
zu huldigen. Dies betrifft im Grunde nur die Büroangestellten in den genannten
Bereichen.
Zehntausende befinden sich im Home-Office.
Dieser Begriff suggeriert, dass sich viele Personen nun statt in ihrem Büro
zuhause aufhalten und genau die gleiche Arbeit tun. Weit gefehlt.
Neuste Studien zeigen, dass 18% der Büroangestellten
die gleiche Arbeit im Home-Office leisten. Der grosse Rest ist wegen
technischer Limitationen und fehlendem Wissen nicht in der Lage, auch nur 50%
der üblichen Effizienz an den Tag zu legen.
Dabei kann Home-Office eine wirklich gute Technik
sein, um das tägliche Arbeitspensum einer Bürokraft ausserhalb eines Firmenbüros
zu erledigen. Und zwar effizienter als dies in einem Büroumfeld möglich ist.
Allerdings rät der Autor dennoch zu gelegentlichen Aufenthalten im Büro um mit
Kollegen direkt zu kommunizieren und die sozialen Kontakte zu pflegen.
Was braucht es für ein effizientes Home-Office?
Als erstes die richtige Einstellung, die
Arbeit wird genau gleich erledigt wie im Firmenbüro. Feste Zeiten sollten genau
gleich auch zuhause eingehalten werden.
Es muss eine Arbeitsumgebung vorhanden sein,
die Konzentration, Bequemlichkeit und Ruhe sicherstellen kann.
Unabdingbar ist die Verfügbarkeit von im Büro
jederzeit zugänglichen Daten und Dokumenten. Hier ist eine Cloud Speicherung angebracht,
die es mehreren Benutzern erlaubt, zeitverzögert darauf zu zugreifen und diese
auch verändern zu können. Es gibt mehre kommerzielle Anbieter, die eine sichere
Cloudspeicherung anbieten.
Hilfreich sind agile Arbeitswerkzeuge für die Kommunikation
in Chat Form, die die Zusammenarbeit und Koordination von gemeinsam zu
erledigenden Arbeiten sehr erleichtert. Auch hier gibt es eine Vielzahl von
Anbietern.
Empfehlenswert sind visuelle Boards, auf denen
die aktuell in Arbeit befindlichen und zukünftige Aufgaben sichtbar gemacht
werden. Solche Kanban Boards gibt es ebenfalls in einer grossen Vielzahl auf
dem Markt.
Selbstverständlich ist das Vorhandensein von Telephon,
firmeneigenen Notebook, schnellem Internet und VPN, vielleicht noch einem
Drucker mit Scanner.
Fazit
Diese Aufzählung zeigt schon, dass es für die
Einrichtung von Home-Office einer gehörigen Anzahl von Vorbereitungen bedarf.
Idealerweise ist eine Firma bereits in Friedenszeiten mit diesen Tools
unterwegs. Bei den allermeisten Firmen ist dies jedoch nicht der Fall.
Und genau dort, wo diese Einrichtungen nicht
vollständig implementiert sind, ist Home-Office nur in Ausnahmefällen wirklich
sinnvoll und effizient.
Ganz so einfach, wie es seit ein paar Wochen
in den Medien dargestellt wird, ist das richtige Arbeiten von zuhause aus
nicht. Und, nur die wenigsten halten dies auch über einen längeren Zeitraum
durch.

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